Leichtbau kennt keine Grenzen

Präsentation bei der Leichtbau-Konferenz in Schweden © Business Upper Austria
Präsentation bei der Leichtbau-Konferenz in Schweden © Business Upper Austria
A2LT Logo
Logo WKO Außenwirtschaft Austria
WKOÖ Sparte Industrie

20.05.2022

Bei der Zukunftsreise Anfang April nach Schweden stand die Schlüsseltechnologie Leichtbau mehrere Tage lang im Zentrum. Bei intensiven Gesprächen und während der Konferenz konnten einige Anknüpfungspunkte für künftige Zusammenarbeit identifiziert werden.

„Generell haben sich die Schwerpunkte der Konferenz sehr gut mit der Strategie der A2LT gematcht. Wir beschäftigen uns in Österreich im Leichtbau schwerpunktmäßig mit leistbarem, intelligentem und nachhaltigem Leichtbau. Das hat sich durch die gesamte Konferenz gezogen und war auch bei allen Firmenbesuchen Thema. Da gibt es extrem viele Anknüpfungspunkte von österreichischen Unternehmen zu den schwedischen Kollegen“, berichtet Automobil-Cluster-Manager Florian Danmayr. Das A2LT Whitepaper, das das neue Positionspapier der Austrian Lightweight Technology Plattform beinhaltet, wurde in Göteborg auch auf der Bühne präsentiert. Stefan Seidel, CTO von Pankl Racing Systems und A2LT-Plattformsprecher, war mit einer Keynote vertreten.
 

Anknüpfungspunkte mit Österreich

Anfang 2023 werden die Schweden das dritte Vernetzungstreffen des European Lightweighting Networks ausrichten. Die Konferenz in Göteborg war der Startschuss dazu. Ziel ist, die europäische Kooperation weiter zu stärken und den Leichtbau bei den Fördergebern sichtbarer zu machen, „weil Leichtbau einen der größten Lösungsbeiträge zum Green Deal liefern kann“, wie Florian Danmayr und Kunststoff-Cluster-Manager Wolfgang Bohmayr betonen. Sie waren Teil der Österreich-Delegation in Göteborg und orteten beide das größte Kooperationspotenzial zwischen den Teilnehmern der Österreich-Delegation aus Industrie, Forschung und Ministerien. Vortragende der Gastgeber-Unternehmen in Göteborg und die teilnehmenden österreichischen Partnerbetriebe aus Automobil- und Kunststoff-Cluster haben zahlreichende weiterführende Gespräche über potenzielle Zusammenarbeit vereinbart. Folgeaktivitäten mit den besuchten Firmen sind in Planung.
 

Vorzeigeindustrie in Schweden

Schweden wurde als Reiseziel unter anderem deshalb gewählt, weil die dortige Automobil- und Luftfahrtindustrie eine Vorzeigeposition beim Sparen von Ressourcen und Energie besetzt: Es wird nur so viel Material eingesetzt, wie wirklich benötigt wird. Martin Fagerström, Professor an der Chalmers University of Technology in Göteborg, betonte in seinem Vortrag, dass wir Gewicht reduzieren müssen, um längere Strecken fahren zu können: „Wir sehen auch viele Emissionen von Flugzeugen. Wir müssen über neue nachhaltige Flugmethoden nachdenken. Eine Sache ist das Einsparen von Gewicht, eine andere die Verwendung neuer Antriebssysteme, die möglicherweise neue Materialien und leichte Lösungen zur Speicherung dieser Kraftstoffe erfordern.“
 

Forschung der Zukunft

Der Leichtbau zählt auf jeden Fall zu den Schlüsseltechnologien der Zukunft – im Transport, im Maschinen- und Anlagenbau. Die Leichtbaustrukturen sparen nicht nur Gewicht und damit Emissionen ein, sondern oft auch Kosten für das Material. Ein Beispiel aus der Luftfahrt: Wenn ein normales Mittelstreckenflugzeug nur ein Kilogramm weniger wiegt, können auf die gesamte Lebensdauer der Maschine 20 Tonnen CO2 eingespart werden. In Europa – und speziell in Schweden, Deutschland und Österreich - wird daran gearbeitet und geforscht, Innovationen zur Lösung der Klimaherausforderungen zu beschleunigen.
 

Die Zukunftsreise Leichtbau fand auf Initiative der A2LT in Zusammenarbeit mit der WKO Außenwirtschaft Austria, der WKOÖ Sparte Industrie sowie dem Automobil- und Kunststoff-Cluster von Business Upper Austria statt.
 

>> Video über die Reise nach Schweden
QR-Code zum Video

Präsentation bei der Leichtbau-Konferenz in Schweden © Business Upper Austria
Präsentation bei der Leichtbau-Konferenz in Schweden © Business Upper Austria
Die Delegationen waren auch bei China-Euro Vehicle Technology (CEVT), dem Innovationszentrum der Zhejiang Geely Holding Group, zu Gast. © Business Upper Austria
Die Delegationen waren auch bei China-Euro Vehicle Technology (CEVT), dem Innovationszentrum der Zhejiang Geely Holding Group, zu Gast. © Business Upper Austria
Die A2LT-Zukunftsreise führte auch ins CampX von Volvo. © Business Upper Austria
Die A2LT-Zukunftsreise führte auch ins CampX von Volvo. © Business Upper Austria
Eine der Stationen bei den Firmenbesuchen war GKN Aerospace in Göteborg. © Business Upper Austria
Eine der Stationen bei den Firmenbesuchen war GKN Aerospace in Göteborg. © Business Upper Austria
Der Lindholmen Science Park beherbergt mehrere führende schwedische Entwicklungsprojekte mit Schwerpunkt auf der Mobilität von morgen. © Business Upper Austria
Der Lindholmen Science Park beherbergt mehrere führende schwedische Entwicklungsprojekte mit Schwerpunkt auf der Mobilität von morgen. © Business Upper Austria
Automobil-Cluster-Manager Florian Danmayr (r.) im Interview für das Video über die Leichtbau-Konferenz. © Business Upper Austria
Automobil-Cluster-Manager Florian Danmayr (r.) im Interview für das Video über die Leichtbau-Konferenz. © Business Upper Austria
Automobil-Cluster-Manager Florian Danmayr präsentierte in Göteborg die österreichische Leichtbauplattform A2LT. © Business Upper Austria
Automobil-Cluster-Manager Florian Danmayr präsentierte in Göteborg die österreichische Leichtbauplattform A2LT. © Business Upper Austria

Das könnte Sie auch interessieren:

Ing. Florian Danmayr, MA Clustermanager Automobil Cluster der Standortagentur Oberösterreich, Business Upper Austria

Ing. Florian Danmayr, MA

Cluster-Manager Automobil-Cluster

Weitere Ansprechpartner im
Automobil-Cluster

Mobil: +43 664 8186563
Ing. Wolfgang Bohmayr

Ing. Wolfgang Bohmayr

Clustermanagement

Leitung Büro Linz
Fachbereiche: Smart Plastics, Materials

Mobil: +43 664 88495307
Tel.: +43 732 79810 5114